Stauffenberg
Wappen und Geschichte
Die Schenken von Stauffenberg sind ein schwäbisches Uradelsgeschlecht. Stammsitz war die bei Hechingen gelegene und heutige Ruine Stauffenburg. Das bekannteste Mitglied der Familie ist Claus Schenk Graf von Stauffenberg († 20./21. Juli 1944).
Wappen
Silberner Schild, rother Querbalken und über und unter demselben ein blauer schreitender Löwe. Helmzier: rother Hut mit Hermelinaufschlag und zwei silberne, mit rothem Bande umzogene Stäbe (Schalmeien) mit schwarzen Hahnenfedern; Decken silbern und blau. [45, S. 2]
In heutigen Blasonierungen werden die Löwen meist mit Eigenschaften wie "rot gezungt" und "golden bewehrt" näher gekennzeichnet.
Bis zum Ausgange der Hohenstaufen waren sie [Anm.: die Schenken von Stauffenberg] Erbschenken des Herzogthums Schwaben, mit welcher Würde der im Wappen befindliche – hohenstaufische – Löwe in Verbindung gebracht wird. [45, S. 1]
Nach heutigem Kenntnisstand handelt es sich bei der genannten Verbindung der Stauffenberg zu den Hohenstaufern um eine Familienlegende, vielmehr waren die Stauffenberg Schenken der Grafen von Zollern.
Detailaufnahme auf ars-heraldica.de
Das Wappen der Stauffenberg wird durch einen Strebepfeiler teilweise verdeckt. Dieser wurde vermutlich anlässlich des Baus des steinernen Dachreiters im Zuge der Dornerschen Renovierung 1889/1890 verstärkt. [46, S. 1]
Das Stauffenberg-Wappen ersetzte das 1835 noch vorhandene gelbe Gögeritz-Wappen, wie aus der Zeichnung des damaligen Wappenfrieses hervorgeht:
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Diese Änderung geht vermutlich auf Heideloff zurück, der Wappen ausgestorbener Geschlechter durch Wappen von Familien ersetzte, die seine umfassenden Umbaupläne finanziell unterstützen konnten. In diesem Falle handelt es sich um das Wappen des Schenk von Stauffenberg, der 1860 Vorstand des Adelsvereins war. [46, S. 3f.]
Geschichte
Ursprung und Entwicklung
Laut Heideloff führt die Familientradition auf Berthold von Stauffenberg und seinen Sohn Eberhard zurück:
Berthold von Stauffenberg, Feldhauptmann der Herzoge von Bayern, zog im Jahre 1090 als Pilger ins gelobte Land und liegt, 1109 gestorben, im Kloster Corvey begraben. Sein Sohn Eberhard, Conventsherr dieses Stiftes, wird als Verfasser einer Chronographie des letzteren von 1128, sowie einer Geschichte der Herzoge in Schwaben genannt. [45, S. 1]
Diese Zuordnung von Heideloff ist heute umstritten. Gesichert hingegen ist die urkundliche Erwähnung der Stauffenberg ab der Mitte des 13. Jahrhunderts als erbliche Schenken der Grafen von Zollern, d.h. sie hatten die Aufsicht über die Weinberge und Weinkeller. Die Familie Stauffenberg gehörten zur Reichsritterschaft und wurden 1692 in den Reichsfreiherrenstand erhoben.
In der Mitte des 15. Jahrhunderts erwarb Wernher Schenk von Stauffenberg das Rittergut Wilflingen. Dessen Nachfahre Hans Schenk von Stauffenberg erwarb 1566 durch Heirat das Gut Amerdingen und begründete die Amerdinger Linie. Nach dem Aussterben der Wilflinger Linie im 19. Jahrhundert entstammen alle heute lebenden Schenken von Stauffenberg der Amerdinger Linie. Ein Zweig der Amerdinger Linie wurde 1874 in den bayerischen Grafenstand erhoben. [48]
Claus Schenk Graf von Stauffenberg
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Die Familie Stauffenberg im Landkreis Haßberge
Der drittälteste Sohn von Claus von Stauffenberg, Franz Ludwig Graf von Stauffenberg, heiratete 1965 Elisabeth Freiin von und zu Guttenberg. Sie ist die Tochter des ehemaligen CSU-Politikers Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg, der zugleich Großvater des späteren Verteidigungsministers war. Von ihm erbte sie das Guttenbergsche Wasserschloss in Kirchlauter im Landkreis Haßberge, das seither in ihrem Besitz ist.
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Elisabeths jüngste Tochter, Maria Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg, heiratete 2014 Franz Graf von und zu Westerholt und Gysenberg. Damals wurde berichtet, dass der gelernte Landwirt und die praktizierende Hebamme ein Haus in Eckartshausen im Landkreis Haßberge beziehen wollten. [47]
